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~ Asatru-Gedichte ~
Odin
Er hing in einem Baum, neun Tage und ebenso neun Nächte wohl auch;
Nicht Speise und ebenso kein Trank füllten ihm den Bauch.
Er war nicht wachend und nicht schlafend in dem Baume;
Und doch versank er tief und tiefer in einem Traume.
Er hatte vegessen sich selbst ganz und gar,
war dennoch stehts sich selbst im Baume hängend gewahr.
Er sprach mit Jenen, die vor Urzeiten schon vergangen,
deren Lebensfaden schon nahezu ewig lose hangen.
Er frug die Toten, die Geister, in andere Sphären;
Sich selbst zu stärken, sich selbst zu lehren.
Er fand die heiligen Runen und Weisheit in vielerlei Dingen;
Er ist ein Gott, von dem wir mancherlei Lied wissen zu singen:
Er ist Odin, Wotan, Oski und Grimmnir und noch viel mehr,
Er ist der Rater oberster Herr.
Er hing in Yggdrasils Ästen. sich selber geweiht,
zu seinem und unserem Besten und es hat nie ihn gereut.
©
Andreas G. Wilsdorf
Mein Blog zum Thema Glauben
oder
Ansichten eines Asatru:
Nachgedacht.
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